Magdeburg ist bewaffnet, und zwar schwer bewaffnet. An der Stadtmauer, bei einem Gang um die Lukasklause, um den welschen Turm und das Provianthaus, steht eine Feldschlange aus dem 30jährigen Krieg, um auf das Schicksal der Stadt und dem Massaker von Magdeburg zu verweisen, wo am 10.Mai bis 20.Mai 1631 unter dem kaiserlichen Feldherrn Tilly der Katholischen Liga Magdeburg erobert wurde. Die Stadt ging anschließend in Flammen auf. (Magdeburger Hochzeit). Dabei wurden bis auf wenige tausend Menschen die Einwohner durch die einrückenden Truppen und durch den Brand getötet. Die Stadt wurde fast vollständig zerstört., mit 20.000 (nach anderen Berichten 30.000) Toten war dies das größte Massaker des Dreißigjährigen Krieges.
Die Kanone besteht aus einem Originalrohr auf einer nachgebauten Lafette, die jedoch, bedingt durch Korrodierung und Wetter, fast den optischen Alterungszustand des Rohres erreicht hat. Die Waffe ist frei aufgestellt und von allen Seiten zugängig, umso positiver der gute Zustand der Lafette und des Rohres. Offensichtlich gibt es in Magdeburg keine Vandalen oder das Stück wird gepflegt und beaufsichtigt. Bemerkenswert die schmiedeisenen Beschläge und die massiven Balken der Lafette, gerichtet für Pferdebespannung. Die Protze fehlt. Um eine Entwendung zu verhindern, ist die Lafette mit Klammern am Pflaster angeschmiedet.
